So grün werden die Weltspiele 2023

Mit vielen Ideen und einem durchdachten Konzept will das LOC in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe setzen

Als Organisatoren und Veranstalter der Special Olympics World Games Berlin 2023 (SOWG2023) trägt das Local Organizing Committee (LOC) eine große Verantwortung. Gegenüber unseren Athletinnen und Athleten, unseren Geldgebern, der Gesellschaft und nicht zuletzt gegenüber unserer Erde. Denn Sportgroßveranstaltungen gelten grundsätzlich als wenig umweltverträglich: Wie viele Menschen auch immer über weite Strecken für sie anreisen, in der Gastgeberstadt für Verkehr sorgen, Energie verbrauchen, Abfall produzieren und Sportwettbewerbe auf temporären Anlagen besuchen – der ökologische Fußabdruck eines solchen Events wiegt schwer!

Das möchte das LOC besser machen. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die Umweltauswirkungen der Nationalen Spiele 2022 und der Weltspiele 2023 soweit zu minimieren wie es irgendwie geht. Das Thema ökologische Nachhaltigkeit mit seinen vielen Facetten spielt daher von Anfang an eine große Rolle in allen Überlegungen des Teams. Schon in den ersten Wochen wurde die Arbeitsgruppe „Green Games“ mit Vertretern aus allen Abteilungen gegründet. Es entstanden jede Menge Ideen, wie die Auswirkungen auf Umwelt und Menschen reduziert werden können, ein erstes Konzept wurde geschrieben.

Wer ein Sportevent der Größenordnung von Special Olympics World Games plant, muss an das Management der Sportstätten denken, die Trennung und Entsorgung von Abfällen, die Versorgung mit Wasser und Strom, an Lösungen für den Transport, an Unterkünfte und die Verpflegung für alle Besucherinnen und Besucher. Das tut das LOC auch – aber es wird gleichzeitig an nachhaltige Lösungen gedacht und auch alle Dienstleister und Lieferanten dazu aufgefordert. Unnötige Fahrten sollen vermieden, weniger Abfall produziert (oder sorgfältig sortiert) werden, Wasser- und Energieverbrauch sollen reduziert, gebrauchtes oder recyceltes Equipment genutzt werden und und und … Ganz bewusst steckt sich das LOC keine utopisch hohen Ziele, dennoch möchte man mit allen geplanten Maßnahmen auch neue Standards für zukünftige (Sport-)Veranstaltungen setzen.

Dabei helfen soll der Verein SandSI, dem das LOC beigetreten ist. Der Verein mit Sitz in Lausanne möchte die Nachhaltigkeit im Sport und durch den Sport beschleunigen, indem er die Aktivitäten seiner 40 Mitgliedsverbände an den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ausrichtet. „Mit der Schaffung eines nachhaltigen Sportereignisses wollen wir ein bleibendes Erbe hinterlassen. Deshalb freuen wir uns sehr über die Zusammenarbeit mit SandSI “, sagt Carsten Kranz, Chief Operating Officer beim LOC.

Um die Pläne von der Theorie in die Praxis zu bringen, ist mit Stijn den Ouden seit Jahresbeginn ein Beauftragter für Nachhaltigkeitsthemen im LOC beschäftigt. Der junge Niederländer sagt: „Ökologische und soziale Nachhaltigkeit sind sehr wichtige Themen in der sich rasant globalisierenden Gesellschaft und im Sport. In meinem Praktikum im LOC habe ich bereits am ersten Konzept zu diesem Thema mitgearbeitet. Jetzt freue ich mich sehr, weiter daran zu arbeiten und gemeinsam mit dem Team eine insgesamt nachhaltigere Welt des Sports voranzutreiben.“

Soziale und ökologische Nachhaltigkeit - diese strategischen Ziele im Hinblick auf alle Aktivitäten ihrer Abteilung sowie auf die Ereignisse 2022 und 2023 zu berücksichtigen, dazu sind die Mitarbeitenden aufgefordert. 



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