Rückblick vom Projekt "Wir gehören dazu"

Trotz der Corona-Krise geht die Arbeit im Projekt „Wir gehören dazu“ gut voran. Beispiele dafür sind die Öffnung von mehr als zehn Sportvereinen für den inklusiven Sport und über 40 beteiligte Standorte im Projekt. Diese Vereine sind zum großen Teil Mitglied geworden; erste Vereine passen ihre Beitragsordnungen derzeit an, um Menschen mit geistiger Behinderung besser am Vereinsleben teilhaben zu lassen.

Zudem ist es gelungen, weitere Inklusionsnetzwerke sogar neu zu etablieren: Ende August fand in Cottbus der Auftakt statt, Frankfurt (Oder) folgte im Oktober um zwei Beispiele zu beschreiben. Beide Veranstaltungen konnten in Präsenz unter Einhaltung sämtlicher Hygienemaßnahmen mit guter Beteiligung auch während der Corona-Pandemie umgesetzt werden.

Auch in puncto Fortbildungsangeboten gibt es Erfolge zu berichten, auch wenn viele Präsenzveranstaltungen in diesem Jahr nicht realisierbar waren. Erfreulicherweise konnte eine Fortbildung für Übungsleitende zum Thema „Sport mit Menschen mit geistiger Behinderung in Theorie und Praxis“ am 24. Oktober noch in Präsenz in Frankfurt am Main stattfinden. „Wir gehören dazu“ war mit den beiden Projektmitarbeitenden Anne Effe und Georg Melzer als Tandem-Referenten für die Durchführung verantwortlich. Die SOD-Akademie war in die Vorbereitung mit eingebunden. Zehn Übungsleiterinnen und Übungsleiter konnten an diesem Tag für die Umsetzung von inklusiven Sportangeboten befähigt werden.

Am 22. November endete die 2. Messzeitphase der projektbegleiteten Evaluation durch das FIBS – dem Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport. Wie bereits bei der ersten Online-Befragung im Frühjahr, damals 37 %, lag die Rücklaufquote mit 31,76 % in einem sehr zufriedenstellenden Bereich. Die nächste Erhebung erfolgt Ende 2021.

Das 2. Treffen der Steuerungsgruppe fand aufgrund der weiteren Verschärfung der Corona-Pandemie am 27. November erstmals digital statt. Im Fokus des dreistündigen Treffens stand die Entwicklung von „Wir gehören dazu“ nach über einem Jahr Laufzeit und die Vorstellung der einzelnen Projektregionen durch die Regionalkoordinierenden, die aufgetretenen Herausforderungen und Learnings sowie ein abschließender Ausblick auf die nächsten Schritte in 2021. Quartalsweise und themenspezifische Treffen in kleinerem Umfang werden von allen Teilnehmenden begrüßt. Ideen und Maßnahmen zur Weiterentwicklung können somit zeitnah und gezielter besprochen werden.

Seit Oktober werden die regelmäßigen digitalen Teammeetings von „Wir gehören dazu“ im achtwöchigen Rhythmus durch Teilnehmende der nicht am Projekt beteiligten Landesverbände ergänzt. Somit sollen Austausch und Wissenstransfer gewährleistet und Erfahrungen aus dem Projektprozess zeitnah in andere Regionen übertragen werden.

Durch die organisatorische Umstrukturierung bei SOD und der damit einhergehenden neuen Funktion von Florian König als Leiter der Verbands- und Länderentwicklung wird derzeit eine neue Projektleitung für „Wir gehören dazu“ gesucht. Eine Neubesetzung wird zeitnah angestrebt.


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