Florian Eichhammer

Athletensprecher Special Olympics Bayern (SOBY), München, Sportart: Badminton, Arbeit: Büroarbeiten im Integrationsverein „Ans Werk der Bayerischen Landesschule für Körperbehinderte“, zweiter Arbeitsplatz vakant, Wohnen: bei den Eltern

Am Begin der Corona-Zeit war ich viel zu Hause und habe keine Freunde getroffen. Und im Verein war kein Badmintontraining möglich, das hat mir am meisten gefehlt.

Ich spiele Badminton im Sportverein SV München-Laim, da bin ich in der Breitensportgruppe. Wir spielen Doppel. Bei Special Olympics bin ich seit 2012 und seit 2016 auch bei Nationalen Spielen dabei und hab‘ auch schon Gold und Silber gewonnen. Jetzt trainieren wir wieder im Verein. Wir haben vier Plätze für 16 Spieler, das passt auch mit dem Abstand.

Zu Beginn von Corona war ich viel beim Radfahren und an der frischen Luft. Wir waren wandern und meine Eltern haben mich auch sonst unterstützt. Ich war ja viel zu Hause und da haben wir viel zusammen gemacht, zum Beispiel Pizza selbst gebacken.

Gut war in der ganzen Zeit, dass ich gesund geblieben bin. Und ich habe ein Fahrradtraining gemacht, mit der Familie – wie man bergab fährt und bremst und sowas.

Jetzt, im September 2020, arbeite ich wieder beim Integrationsverein. Meine Büroarbeit ist gleichgeblieben, da arbeite ich 2 -3 Tage die Woche. Mein anderer Arbeitsplatz im Reisebüro wurde aufgrund von Corona aufgelöst, das Reisebüro gibt’s nicht mehr. Wahrscheinlich kann ich erst im nächsten Jahr wieder voll arbeiten wie vor der Corona-Zeit, mir fehlt halt der zweite Job.

Mit dem Sport haben wir nach Pfingsten wieder im Freien angefangen, seit kurzem sind wir auch wieder in der Halle. Das Training im Verein ist unter Einhaltung von strengen Hygienemaßnahmen möglich. Im Badminton geht das mit dem Abstand aber zu machen.

Mit der Freizeit ist es jetzt eingeschränkt. Es gibt Freizeitangebote an der frischen Luft. Vor Corona konnte ich in andere Länder, z.B. nach Griechenland, reisen, die wurden aufgrund von Corona abgesagt. Wir wollten dieses Jahr eigentlich nach New York, aber das geht ja nicht.

Der Austausch mit den anderen bayerischen Athletensprechern fand trotz Corona statt. Wir hatten eine Videokonferenz und es gab Ende Juli ein Seminar Öffentlichkeitsarbeit mit Hygiene- und Abstandsregeln im Haus des Sports. Außerdem haben wir eine „WhatsApp-Gruppe“. Ich bin gern Athletensprecher, schon in der zweiten Wahlperiode. Mir gefällt es, immer neue Leute kennenzulernen und ich interessiere mich sehr für Special Olympics.

Mir ist es wichtig, dass die Landesspiele Bayern in Regensburg vom 6.-10. Juli 2021 stattfinden. Ich freue mich auf die Landesspiele, weil ich viele bekannte Athleten treffe und weil es ein tolles Programm gibt.

(Aufgeschrieben von Sonja Schmeißer)



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