Christopher Giese

Schwedt, Mitglied im Athletenrat SO Berlin-Brandenburg, Sportart: Kanu, Arbeit: Hausmeister bei der Lebenshilfe, Wohnen: allein, selbständig

Die größte Einschränkung in der Corona-Zeit war, dass ich nicht zum Training antreten konnte, dass mir langweilig zuhause war, weil ich konnte ja nichts machen. Ich war auch sauer davon gewesen. Aber ich habe mich daran gewöhnt, aber langweilig war mir trotzdem.

Ich habe meinen Eltern geholfen und war dann auch beschäftigt. Aber ich wollte arbeiten gehen, konnte aber nicht zur Arbeit gehen, weil das Corona eingetroffen war. Ich wurde auch angerufen von meiner Chefin und die hat mich gefragt, ob ich arbeiten kommen möchte. Aber dann habe ich gesagt, ich weiß es nicht, weil durch Corona das Abstand halten in Gefahr war.

Jetzt arbeite ich in der Lebenshilfe. Ich bin der Hausmeister. Ich bin von der Werkstatt zur Lebenshilfe rübergegangen und arbeite jetzt ganz normal. Das macht mir auch richtig Spaß.

Am meisten haben mir in der Corona-Zeit Herr Bowitzki, mein Trainer, und meine ganzen Kumpels und Freunde gefehlt, die ich nicht sehen konnte. Ich hatte mit Basti und Justin eine Gruppe bei WhatsApp aufgemacht und wenn etwas war oder uns etwas eingefallen ist, sollten wir das da reinschreiben oder sprechen.

Aber dann war der Kontakt weg wegen Corona. Ich konnte nichts machen, konnte nicht mal zu Freunden oder zu meinen Eltern. Ein bisschen Sport habe ich gemacht, bin Fahrrad gefahren.

Ich habe eine eigene Wohnung, wohne auch alleine und bin selbstständig. Und wie’s jetzt weitergeht, weiß ich nicht, ich lasse alles auf mich zukommen.

Ich bin nicht zuhause groß geworden. Daheim habe ich aber viel gelernt, wenn ich da war und jetzt, wo ich größer bin, helfe ich meiner Familie von vorne bis hinten. Meine Mutti, mein Papa, meine beiden Brüder. Ich bin hilfsbereit und werde immer für die da sein. Eigentlich ist alles O.K. damit.

Für die Freizeit hat sich zu der Zeit vor Corona nicht viel geändert. Wir müssen jetzt Mundschutz tragen, was ich eigentlich mies finde, weil durch den Mundschutz kriegst du keine Luft.

Der Wassersport hat jetzt wieder begonnen und wenn wir da hinkommen, da müssen wir uns jetzt einschreiben in ein Buch und die Telefonnummer angeben. Ich werde jetzt öfters für den Wassersport da sein. Wegen Herrn Bowitzki, der braucht ja auch meine Unterstützung und auch Justin braucht Unterstützung von mir.

(Aufgeschrieben von Daniela Schulz)



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