Angeleitet wurden sie von zwei professionellen Fotografen. Die Dortmunder Fotografin Anna Spindelndreier erklärte zunächst die Grundlagen der Fotografie. Sie beantwortete wichtige Fragen. Wie kann Licht richtig genutzt werden. Wann eignet sich Hochformat, wann Querformat. Welche Perspektive passt zu welchem Motiv.
Im Anschluss begann der praktische Teil. Christian Pohler probierte die zuvor kennenlernte Froschperspektive aus und fotografierte Beate. Auch die anderen Teilnehmenden testeten verschiedene Perspektiven und Bildformate. Eine weitere Übung forderte die Kreativität. Gesichter sollten in Alltagsgegenständen entdeckt werden. Gemeinsam schauten sich alle Ergebnisse auf dem Beamer an. Staunen und Lachen erfüllten den Raum, als eine Mikrowelle plötzlich wie ein lachendes Gesicht wirkte.
Der Workshop ist Teil des Projekts Ausbildung inklusiver Medien Tandems. Das Projekt wird von Aktion Mensch gefördert. Ziel ist es, inklusive Medien Tandems auszubilden. Sie sollen künftig nachhaltig über Sport-Veranstaltungen berichten.
„Wir möchten euch kennenlernen und vor allem Spaß haben“, sagte Benedikt Ziegler. Der Dortmunder Fotograf und Filmer leitet regelmäßig Workshops. Er zeigte sich sehr zufrieden. „Da sind schon super Ergebnisse dabei und ihr stellt sehr gute Fragen.“
Überlegen. Planen. Filmen.
Nach der Mittagspause stand das Thema Film im Mittelpunkt. Benedikt Ziegler erklärte, wie mit einfachen Mitteln gute Videos entstehen. Ein kleines Stativ helfe, das Smartphone ruhig zu halten. Auch Zeitraffer Aufnahmen wurden thematisiert.
„Warum wollen wir filmen“, fragte er in die Runde. „Um eine Geschichte zu erzählen“, antwortete Benni. Der Handballer war bereits beim Inklusions Spieltag im September 2025 in Lemgo dabei und kennt beide Seiten der Kamera. Sebastian ergänzte, dass Filmen mehr Arbeit bedeute, als am Ende zu sehen sei. Die Gruppe stimmte ihm lachend zu.
Auch das Thema Licht spielte eine wichtige Rolle. Anna Spindelndreier zeigte eine Fotolampe auf einem hohen Stativ. „Das ist unsere künstliche Sonne“, erklärte sie und demonstrierte, wie sich Licht verändert, wenn es verschoben wird. Vor einem roten Hintergrund führten die Tandems Interviews. Mit Ansteckmikrofon ausgestattet, unterstützten sie sich gegenseitig. Christian übernahm das Filmen mit einem Tablet und lernte, wann eine Aufnahme gestartet und pausiert wird.
„Bevor ihr filmt, überlegt euch immer, was ihr Fragen möchtet“, betonte Benedikt Ziegler. Eine gute Planung sei wichtig, um eine Geschichte spannend zu erzählen.
Alle Teilnehmenden probierten sich aus. Auch Steffi hatte Freude daran, ein Interview zu führen. Als Vorsitzende des Athletenrats von Special Olympics NRW steht sie häufig vor der Kamera. Dahinter sammelte sie nun neue Erfahrungen.
Zum Abschluss sahen sich alle ein kurzes Video an. Benedikt Ziegler hatte die Aufnahmen zuvor zusammengeschnitten. „Das hat großen Spaß gemacht und war einfach zu verstehen“, sagte Simon. Der Fußballer des Franz-Sales-Haus bringt bereits Erfahrung als Moderator mit und interessiert sich besonders für Interviews.
Im April folgt der nächste Workshop. Dann geht es um Moderations- und Interviewtraining. Die Teilnahme ist kostenlos und auf zwölf Personen begrenzt.
Bericht und Foto: Sarah Rauch / SONRW
