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09.09.2025

Gelungener Austausch bei der Netzwerkveranstaltung der Kommunen

Am 4. September 2025 folgten Vertretungen der Städte und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen der Einladung von Special Olympics NRW zur Netzwerkveranstaltung der Kommunen. Teilgenommen haben Kommunen, die sich in besonderer Weise für Inklusion und Teilhabe vor Ort einsetzen. Ziel des Treffens war der gemeinsame Austausch und die Weitergabe von Erfahrungen, um Ideen für eine inklusive Gesellschaft weiterzuentwickeln.

Im Projekt „Alltag Inklusion“ von Special Olympics Deutschland, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird, werden in der Modellregion NRW derzeit sechs Kommunen begleitet. Ergänzend unterstützt Special Olympics NRW gemeinsam mit der Staatskanzlei NRW weitere 15 Kommunen bei ihrer inklusiven Arbeit vor Ort. Die Netzwerkveranstaltung richtete sich gezielt an diese beiden Gruppen von Kommunen, um ihre Erfahrungen zusammenzuführen und voneinander zu lernen.

Einen zentralen Beitrag leistete Dr. Matthias Kempf von der Universität Siegen. In seinem Fachvortrag mit dem Titel „Die UN-Behindertenrechtskonvention in den Kommunen – Projektüberblick und ausgewählte Ergebnisse“ stellte er dar, welche Planungsaktivitäten es in den Kommunen zur Umsetzung der UN-BRK gibt, welche Faktoren förderlich sind und wo Herausforderungen bestehen.

Die im Anschluss vorgestellten Praxisbeispiele aus den Kommunen bildeten die Grundlage für einen lebendigen Austausch unter den Teilnehmenden. Die Stadt Düsseldorf präsentierte ihre inklusiven Angebote. Aus Aachen wurde die inklusive Tischkicker-Liga vorgestellt, die aus dem HostTown-Programm entstanden ist und inzwischen fest etabliert wurde. Die Stadt Detmold gab Einblicke in das Projekt „Sport inklusiv“, das sowohl Qualifizierungen als auch neue inklusive Sportangebote schafft.

Dr. Gerwin-Lutz Reinink von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen betonte in seinem Grußwort die Bedeutung solcher Formate: „Veranstaltungen wie diese sind wertvoll, weil sie den Austausch fördern und gute Beispiele guter Praxis sichtbar machen, die andere inspirieren können. Für die Staatskanzlei NRW spielt die Inklusionsförderung weiterhin eine wichtige Rolle. Besonders durch den großartigen Einsatz vieler Kommunen beim Host Town-Programm vor den Special Olympics World Games in Berlin konnte das Thema Sport und Inklusion in die Fläche gebracht werden. Es freut uns sehr, dass dieses Engagement gemeinsam fortgeführt werden kann.“

Darüber hinaus stellte Special Olympics NRW aktuelle Entwicklungen vor. Ein Schwerpunkt liegt derzeit im Ausbau des Fachbereichs Qualifizierung. Besonders hervorgehoben wurde die Teilhabeberater-Schulung. In dieser Ausbildung werden Menschen mit Beeinträchtigung dazu befähigt, ihre Interessen selbst zu vertreten und Verantwortung in Vereinen, Einrichtungen oder auf kommunaler Ebene zu übernehmen.

Mit der Netzwerkveranstaltung konnten Beispiele sichtbar gemacht werden. Auch der Athletenrat von Special Olympics NRW war vertreten und nutzte die Gelegenheit, in eigener Sache mit den kommunalen Vertretungen in den Austausch zu gehen. Dabei machten die Athletinnen und Athleten deutlich, welche Barrieren aus ihrer Sicht bestehen, welche Voraussetzungen für eine gelungene Inklusion wichtig sind und wie sie vor Ort stärker eingebunden werden können. Special Olympics NRW wird den begonnenen Dialog fortführen und in den kommenden Monaten weitere Formate anbieten, die den Austausch und die Entwicklung inklusiver Strukturen nachhaltig unterstützen.

Die von Special Olympics unterstützen Kommunen setzen sich für Inklusion und Teilhabe vor Ort ein. Beim Netzwerktreffen haben sie eine symbolische Tafel „Gemeinsam für inklusive kommunen“ unterzeichnet.

Bericht: Lukas Schäfers / SOD
Foto: Sarah Rauch / SONRW