14.02.2020 12:17 Uhr

"Ring frei!" zur ersten Runde: Aktionstag Boxen in Dortmund

Im Beisein einiger Gäste, wie Sportdirektor Andre Knoche, Ex-Profiboxer Heinz Düsing, der Paralympics-Siegerin Conny Dietz, der DBS-Vorstandsmitglieder Rolf Tielmann und Peter Piira sowie DBS-Altmeister Lothar Kaukel, führte der Dortmunder Boxsport 20/50 am letzten Dienstag in seiner Turnhalle am Westpark im Rahmen der Aktion Special Olympics NRW mit 4 Mädchen, 10 Jungen sowie 5 Helfern ein zweistündiges Boxtraining durch.

Im Beisein einiger Gäste, wie Sportdirektor Andre Knoche, Ex-Profiboxer Heinz Düsing,
der Paralympics-Siegerin Conny Dietz, der DBS-Vorstandsmitglieder Rolf Tielmann und
Peter Piira sowie DBS-Altmeister Lothar Kaukel, führte der Dortmunder Boxsport 20/50 am letzten Dienstag in seiner Turnhalle am Westpark im Rahmen der Aktion Special Olympics NRW mit 4 Mädchen, 10 Jungen sowie 5 Helfern ein zweistündiges Boxtraining durch.
Nach der Aufwärmphase folgte die Kampfschulung im Boxring. Danach wurden die zahlreichen Geräte bearbeitet. Die Teilnehmer machten begeistert mit und powerten sich richtig aus. Wenn es auch einigen Teilnehmern schwer fiel, so ließen sie nicht locker. Besonders die Brettbirne und die Doppelendbälle hatten es ihnen angetan. Der Gleichklang der Geräte spornte sie richtig an. Trainer Francesco Solimeo zeigte ihnen die gekonnte Bearbeitung der Boxgeräte und war ein gutes Vorbild.
Die besonderen Ehrengäste, wie Ex-Amateur-Europameister Ernst Müller, der extra aus Düren mit dem Auto angereist war und der mehrfache Deutsche Boxmeister Dieter Weinand nahmen am Training teil. Mit dem Ehrgeiz und der Ausdauer der jungen Schützlinge hatte keiner gerechnet.
Beide Meisterboxer waren positiv überrascht. Nach zwei Stunden folgte die verdiente Ehrung im Boxring . Conny Dietz, Ernst Müller und Dieter Weinand nahmen gemeinsam die
Ehrung der Teilnehmer vor. Mit dem Versprechen, die erfolgreiche Aktion im nächsten Jahr zu wiederholen, verabschiedete man sich mit einem dreifachen „Ring frei“. - Dieter Schumann

Hier gibt es eine Fotogalerie des Aktionstages!

 

Special Olympics Helferin Christina Oehlschläger unterstützte die Veranstaltung und führte mit vielen Beteiligten Kurzinterviews durch:

Kurzinterviews 1. Aktionstag Boxen beim Dortmunder Boxsport 20/50 e.V. am 11.02.2020

Kurzinterviews mit Athleten:

Christian Pohler

1.       Wie geht es Dir jetzt nach dem Training? / Wie fühlst Du Dich jetzt nach dem Training?

„Mir geht’s super, ich bin fit, nur ein bisschen erschöpft, da es sehr anstrengend war. Und es hat mega Spaß gemacht! Das Programm war richtig toll, es hat Spaß gemacht.“

2.       Warst Du vorher schon einmal Boxen?

„Bisher nicht, meine Mama hat mich gefragt, ob ich bei einem Schnuppertag nicht mal Boxen ausprobieren möchte. Heute habe ich mir extra Urlaub genommen, um teilzunehmen und es hat sich wirklich gelohnt.“

3.       Was konntest Du heute beim Training lernen?

„Ich konnte lernen, wie man richtig trifft, da es viele verschiedene Arten zu treffen gibt. Wir haben unsere Ausdauer trainiert und haben jede Station mal ausprobiert.“

4.       Was fandest Du am besten?

„In einer Gruppe zu trainieren und gemeinsam mitzumachen.

Denn das macht uns Athleten bei Special Olympics aus: Gemeinsam stark zu sein!“

5.       Hast Du schon bei anderen Aktionstagen mitgemacht?

„Ja, ich war beim Snowboard-Aktionstag, beim Schneeschuhwandern und beim Fußballtraining auf Schalke. Und heute beim Boxen.“

6.       Würdest Du bei einem weiteren Aktionstag Boxen mitmachen und/oder auch bei weiteren Aktionstagen in anderen Sportarten?

„Beim nächsten Aktionstag Boxen würde ich wieder mitmachen, da es Spaß macht, gemeinsam Sport zu machen.

Auch bei weiteren Aktionstagen in anderen Sportarten würde ich wieder mitmachen.“

Dennis (AWO Dortmund; Teilnahme mit einer Gruppe der AWO am Aktionstag Boxen)

1.       Wie geht es Dir jetzt nach dem Training? / Wie fühlst Du Dich jetzt nach dem Training?

„Mir geht’s echt gut! Die Trainer waren nicht oberflächlich, sondern haben mit uns zusammen mitgemacht und öfter, konzentriert und langsam erklärt. Auch für schwächere Athleten wurden im Training so gleiche Chancen geschaffen.“

2.       Warst Du vorher schon einmal Boxen?

„Ja. Wir sind mit Hannes, unserem Trainer vom Kickboxverein unserer Werkstatt hier. Heute gab es viel mehr Möglichkeiten zum Training, da mehr Ausstattung/Materialien vorhanden waren, als beim Kickboxen bei uns.“

3.       Was hast Du heute dazugelernt?

„Ich habe heute dazugelernt, dass es ganz viele verschiedene Arten von Boxsäcken gibt. Das erfordert mehr Konzentration, je nach Schwierigkeitsgrad des Boxsacks. Die Trainer haben uns hier sehr gut eingewiesen und angeleitet.“

4.       Was fandest Du am besten?

„Das Boxen mit Boxsäcken und die intensive Betreuung der Trainer.“

5.       Würdest Du bei einem weiteren Aktionstag Boxen mitmachen und/oder auch bei weiteren Aktionstagen in anderen Sportarten?

„Außer bei Fußball, das ist nicht meine Sportart, würde ich gerne bei weiteren Aktionstagen mitmachen.

Beim Boxen würde ich auf jeden Fall noch mal mitmachen. Es waren auch alle anderen richtig begeistert! Wir sind alle mehr als zufrieden, da wesentlich mehr geboten wurde, als wir erwartet hatten.“

Kurzinterview mit Dieter Schuhmann

·         Seit 1955 im Verein

·         "Der Special Olympics NRW Aktionstag Boxen ist der Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum 100-jährigen Vereinsjubiläum.

·         Auf Anfrage von SO NRW haben wir uns gerne für den Aktionstag Boxen bereit erklärt. / Auf Anfrage von SO NRW haben wir uns gerne dazu bereit erklärt, den Aktionstag Boxen mit auszurichten. Wir sehen auf jeden Fall die Möglichkeit zur Wiederholung dieses Aktionstages!"  

Welchen Stellenwert hat für Sie / für Ihren Verein der inklusive Sport, bzw. der inklusive Boxsport?

·         "Die Schüler*innen werden freier, kontaktfreudiger und selbstbewusster durch das Boxtraining. Sie bekommen Mut und Selbstvertrauen und lernen, sich im Notfall selbst zu verteidigen. Durch das Boxtraining können Aggressionen abgebaut werden. Die Athletinnen und Athleten hatten heute unglaublich viel Spaß."

Kurzinterview mit Ernst Müller

·         1979 Europameister

1.       Welchen Stellenwert hat für Sie der inklusive Sport, bzw. der inklusive Boxsport?

„Leider ist der Stellenwert des inklusiven Sports im Boxen zurückgegangen, da der Sport durch die intensive Social Media-Nutzung leider zurückgedrängt wurde. SO-Veranstaltungen sind super für Sportler, da sie hier ihr Können zeigen können und Spaß am Sport haben können.“

2.       Sehen Sie einen Wiederholungsbedarf dieses Aktionstages?

„Definitiv, da die Athleten sich freuen und Spaß haben!“

Kurzinterview mit Francesco Solimeo (Trainer Dortmunder Boxsport 20/50 e.V.)

·         Seit 33 Jahren Trainer

Welchen Stellenwert hat für Sie der inklusive Sport, bzw. der inklusive Boxsport?

„Die Koordination der Teilnehmer wird durch Boxübungen gefördert. Auch die Konzentration wird durch das Beobachten der Übungsvorführungen und das anschließende Nachahmen dieser Übungen gefördert.“

Kurzinterview mit André Knoche

·         Sportdirektor der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund

1.       Welchen Stellenwert hat der inklusive Sport in Dortmund?

„Der Stellenwert ist sehr sehr hoch.“

Es gibt einen Masterplan Sport der Stadt Dortmund, der die Sportinfrastruktur erarbeitet, Ziele definieren soll zur Infrastruktur von Sportstätten und jegliche Barrieren im Sport und in den Sportstätten abbauen soll:Dieser wird durch dasBehindertenpolitische Netzwerk unterstütz wird. Der Parasport in Schulen soll ermöglicht werden, um den Ausschluss von Kindern vom Sportunterricht zu verhindern: in den Turnhallen sollen Lagerräume für ca. 10-15 Rollstühle geschaffen werde, sodass die gesunden Kinder beim Sportunterricht auch vom Rollstuhl aus z.B. Basketball spielen können und so den Sport aus einer anderen Perspektive kennenlernen.“

2.       Wie sehen Sie die Wiederholungsmöglichkeiten bzw. den Wiederholungsbedarf dieses Aktionstages?

„Die Wiederholungsmöglichkeiten sind abhängig von der Bereitschaft der Sportvereine, einen Aktionstag auszurichten. Der Stadtsportbund ist hierbei der Ansprechpartner, um die Vereine zum Ausrichten von SO-Veranstaltungen zu motivieren. Die Stadt Dortmund schafft dann die Rahmenbedingungen für die Veranstaltungen, indem sie z.B. die Räumlichkeiten und Materialien bei Bedarf stellen kann.“

Kurzinterview mit Conny Dietz

·         Paralympicssiegerin 1996 in Atlanta in der Sportart Goalball

·         Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier 2008 in Peking

·         Jetzt spielt sie international Torball (= nicht-paralympische Variante von Goalball)

Ø  Seit 2017 als Integrationssport beim BVB,

Ø  2 x bereits Deutsche Meisterschaft gewonnen: 2017 und 2019; im März 2020: Titelverteidigung

·         Mitglied im Dortmunder Boxsport 20/50 e.V.

·         Ihr erster Kontakt mit Special Olympics war 2018, als sie mit dem BVB in den USA war und eine Infoveranstaltung von SO für die Weltspiele 2023 besuchte.

·         Heute ist sie zum ersten Mal bei einer Veranstaltung von SO NRW und wird die Siegerehrung unterstützen.

·         Aktuell arbeitet sie im BVB-Lehrzentrum und teamt Workshops u.a. zu den Themen Zivilcourage, Rassismus und dem Umgang mit Social Media (Social Media: Risiken und Chancen) für Schüler der Stufen 7-10.

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