29.09.2020 10:29 Uhr

Restart der ID-Judoka mit einem Unfied® Kata-Turnier in Essen

Eigentlich sollte am 26. September 2020 das 13. Landes-Judoturnier von Special Olympics Nordrhein-Westfalen präsentiert von der innogy Westenergie GmbH in der Sporthalle Essen-Kupferdreh mit 250 ID-Judoka stattfinden. Doch das Corona-Virus ließ auch diesen Wettbewerb, wie so viele andere in diesem Jahr, noch nicht zu. Immer noch zu gefährlich scheinen uns Kämpfe unserer ID-Judoka, gehören doch die meisten von ihnen zu einer Hoch-Risiko-Gruppe.

Dennoch sollte das SONRW-Turnier zu einem Neustart des ID-Judo werden, indem die geplanten Wettkämpfe durch ein Unified® Kata-Turnier ersetzt wurden. Bei einer Kata wird nicht gegeneinander gekämpft, vielmehr demonstrieren zwei Judoka vorgegebene und festgelegte Bewegungsformen miteinander (Stand- oder Bodentechniken).

Bei einer Inklusiven Kata repräsentiert der ID-Judoka grundsätzlich aktiv den Werfenden oder Haltenden (Tori), während sein nicht beeinträchtigter Partner (Uke) in einer passiven Funktion geworfen oder gehalten wird. Für das Kata-Turnier hatten sich insgesamt acht Paare aus vier Vereinen gemeldet, die nach dem langen Lock-Down bereit waren, den Turnierbetrieb wieder aufzunehmen.

 Der Kata-Wettbewerb wurde in zwei Wertungsgruppen durchgeführt, um den Teilnehmern möglichst gleiche Startbedingungen zu ermöglichen: Die motorisch weniger eingeschränkten Judoka der Wettkampfklasse I demonstrierten jeweils sechs Würfe (eine Gruppe der Nage-No-Kata), während die in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkteren Athleten jeweils fünf Haltegriffe (1. Stufe der Katame-No-Kata) zeigten.

Pünktlich um 12 Uhr erfolgte der Wettkampfstart in der von Arndt Holtstraeter und seinem Team von der TV Kupferdreh hervorragend vorbereiteten Sporthalle. Als Kata-Wertungsrichter standen Martina Hück, Jörg Wolter und der Präsident des NWDK, Wilfried Marx, zur Verfügung.

 Die acht Paare mussten ihre Kata-Demonstration in der Vorrunde jeweils zweimal aufführen. Im Modus „Best of two“ ging die jeweils beste Kata in die Wertung ein, so dass zunächst die beiden dritten Plätze festgelegt wurden. In der Finalrunde wurden nach dem gleichen Modus nochmals zwei Kata-Demonstrationen gezeigt. Erneut ging die beste Kata-Vorführung in die Wertung ein und entschied über Platz 1 und 2.

Nach dem langen Lock-Down und den daraus resultierenden kurzen Trainingsmöglichkeiten war es erstaunlich, zu welchen Leistungen die ID-Judoka schon wieder in der Lage waren. Vor allem, wenn man bedenkt, wie schwierig und langwierig dieses Bewegungslernen für eingeschränkte Judoka ist.

Auch waren die Wertungen der Kata-Demonstrationen eng beieinander, so dass nur geringe Punktabstände am Ende über die einzelnen Platzierungen entschieden. Nach 150-minütiger Wettkampfzeit konnte pünktlich um 15:30 Uhr die Siegerehrung durchgeführt werden. Aus den Händen der SOD-Sprecherin Uta Deutschländer und dem 1. Vorsitzenden der TV Kupferdreh, Jürgen Klein, erhielten die Judoka die wohl- verdienten Gold-, Silber- und Bronzemedaillen.

Einige Paare werden auch bei der noch in diesem Jahr stattfindenden Inklusiven Deutschen Kata-Meisterschaft am 07. November in Limburg antreten. Alle hoffen aber, dass das nächste SONRW-Turnier am 25.09.2021 in der gleichen Sporthalle wieder mit 250 ID-Judoka durchgeführt werden kann.

Hier geht es zur Ergebnisliste.

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