29.07.2021 10:12 Uhr

Neue Mitarbeiterinnen bei Special Olympics NRW

Das Geschäftsstellen-Team von Special Olympics NRW ist in diesem Sommer um vier neue Mitarbeiterinnen gewachsen. Wir begrüßen ganz herlich Pia Horenkamp als neue Geschäftsleiterin sowie Rita Albrecht-Zander, Natascha Dauben und Alina Niessner, die sich als Team zukünftig um das Projekt 170 Nationen - 170 inklusive Kommunen / Host Town Program kümmern.

Die neuen SONRW-Mitarbeiterinnen (v.l.n.r.): Rita Albrecht-Zander, Natascha Dauben, Alina Niessner (alle drei 170 x 170 / Host Town Program) und Pia Horenkamp (Geschäftsleiterin).

Wir stellen Euch alle neuen Mitarbeiterinnen in Kurzprofilen und ausführlichen Interviews vor!

Kurzprofile

Pia Horenkamp ist 26 Jahre alt und seit dem 1. Juli bei Special Olympics NRW mit im Team und wird die Geschäftsleitung von Anna-Lena Schiel (Elternzeit) übernehmen.

In der Vergangenheit hat sie beim KreisSportBund Paderborn gearbeitet und war da Ansprechpartnerin für die Sportabzeichen, den Bereich Inklusion im Sport und die pädagogische Leitung der Sportbildungswerk Außenstelle. Also alles, was Sportkurse, Sportreisen und Aus- und Fortbildungen für Übungsleitungen und Vereinsmitglieder angeht. Neben der Arbeit hat sie noch ihren Bachelor und Master in Sportökonomie gemacht.

In ihrer Freizeit ist Pia oft in der Schwimmhalle zu finden, sowohl im als auch am Wasser. Sie trainiert in ihrer Heimat eine Schwimmgruppe und ist auch im Vorstand des Schwimmvereins engagiert. Wenn Pia nicht im Wasser ist, ist sie viel draußen in der Natur, geht dort laufen und spazieren.

Kontaktdaten:

p.horenkamp(at)specialolympics-nrw.de

Tel. 0151/22926423

Alina Niessner ist 25 Jahre alt und wohnt in Dortmund. Seit Anfang Juli ist sie mit 20 Stunden pro Woche bei Special Olympics NRW im Rahmen des Projekts „170 Nationen – 170 inklusive Kommunen“ / Host Town Program tätig. Neben der Arbeit studiert sie aktuell noch Sozialmanagement (Master) in Bochum.

In ihrer Freizeit ist sie super gerne draußen in der Natur und sportlich aktiv! Sie ist leidenschaftliche Skifahrerin, geht gerne laufen und reiten, spielt Tennis und ist allen möglichen sportlichen Aktivitäten immer offen gegenüber.  

Bei Special Olympics ist sie seit 2018 ehrenamtlich aktiv und war bei den Nationalen Spielen in Kiel 2018 sowie in Berchtesgaden 2020 als Helferin vor Ort. Seit April dieses Jahres ist Alina Mitglied der Inklusiven Jugendvertretung der SO NRW.

Kontaktdaten:

a.niessner(at)specialolympics-nrw.de

Tel. 0151/20743188

Natascha Dauben ist 26 Jahre alt und arbeitet seit Anfang des Monats für Special Olympics NRW. Gemeinsam mit Alina Niessner teilt sie sich eine Stelle als Koordinatorin des Projekts „170 Nationen – 170 inklusive Kommunen“/Host Town Program. Natascha arbeitet in Teilzeit 20 Stunden pro Woche für das Projekt arbeiten. Neben der Arbeit bei SO NRW hat Natascha in diesem Jahr auch ihre Promotion begonnen, in der sie sich mit der Entwicklung der Inklusion im Sport durch Special Olympics auseinandersetzt

Für viele ist Natascha kein unbekanntes Gesicht, denn bei Special Olympics ist sie schon seit 2017 ehrenamtlich aktiv und hat sowohl die Nationalen Spiele in Kiel 2018 als auch die Landesspiele in NRW 2017 und 2019 sowie zahlreiche weitere Aktionen unterstützt. Zusätzlich hat sie hier in NRW 2019 die Inklusive Jugendvertretung mitgegründet und ist Handball-Koordinatorin. Sie selbst spielt seit 16 Jahren aktiv Handball und macht auch sonst, wann immer es möglich ist, gerne und viel Sport.

Kontaktdaten:

n.dauben(at)specialolympics-nrw.de

Tel. 0157/82592883

Rita Albrecht-Zander ist gebürtige Schweizerin, 53 Jahre alt und hat drei (erwachsene) Kinder. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich war sie in Norddeutschland im Marketing der Rostocker Brauerei und bei Beck & Co in Bremen u.a. für die Sponsoring-Engagements der Fußballbundesligisten SV Werder Bremen und FC Hansa Rostock tätig.

Der Leistungs- und der Breitensport (Handball, Ski alpin, Segeln, Fußball) sind seit Ritas Kindheit sehr wichtige Bestandteile in ihrem Leben. Beruflich hat sie 2016 diesbezüglich mit ihrer Ausbildung zum Sportbusiness Manager am Campus des VfL Wolfsburg einen wichtigen Schritt gemacht und öffnete ihr Anfang 2019 die Türen zum Deutschen Golf Verband (DGV). Als Projektleiterin von „Golf&Inklusion“ baute Rita gemeinsam mit dem DGV Vorstand Sport und den Landesverbänden wichtige und nachhaltige Strukturen und Schulungsinhalte für die Umsetzung der Inklusion im Golfsport auf.

Kontaktdaten:

r.albrecht-zander(at)specialolympics-nrw.de

Tel. 0151/24162669

Interviews

Pia Horenkamp

Stellst du dich einmal vor?

"Ich bin Pia Horenkamp, 26 Jahre alt und wohne in Paderborn. Ich werde in die Fußstapfen von Anna-Lena treten und die Geschäftsleitung von Special Olympics NRW übernehmen."

Was sind deine Hobbys? Welche Sportarten betreibst du?

"Das Wasser ist mein Element. Seit ich klein bin schwimme ich im Schwimmverein und bin als Schwimmtrainerin in meinem Heimatverein aktiv. Im Moment ist das wegen Corona ja leider alles etwas schwieriger, aber ich bleibe optimistisch, dass es bald weitergeht.

Wenn ich nicht im Wasser bin, bin ich viel draußen in der Natur und gehe dort laufen und spazieren. Außerdem reise ich sehr gerne."

Was hast du bisher beruflich gemacht?

"In den vergangenen 8 Jahren habe ich beim KreisSportBund Paderborn gearbeitet. Da war ich Ansprechpartnerin für die Sportabzeichen, den Bereich Inklusion im Sport und die pädagogische Leitung der Sportbildungswerk Außenstelle. Also alles, was Sportkurse, Sportreisen und Aus- und Fortbildungen für Übungsleitungen und Vereinsmitglieder angeht. Neben der Arbeit habe ich noch meinen Bachelor und Master in Sportökonomie gemacht."

Kanntest du Special Olympics bereits und welche Berührungspunkte gab es?

"2015 waren die Landesspiele in Paderborn, da bin ich das erste Mal mit Special Olympics in Verbindung gekommen. Denn zu der Zeit habe ich, neben der Arbeit beim KreisSportBund, auch einige Jahre beim Stadtsportverband Paderborn in der Geschäftsstelle unterstützt. Dort habe ich viele Aktionen im Inklusionssport mit organisiert und durchgeführt, wie zum Beispiel das Integrative Sportfest. Aber natürlich auch über meine Inklusion im Sport Stelle beim KreisSportBund bin ich des Öfteren mit Special Olympics und seinen Mitarbeiter*innen in Kontakt gewesen."

Warum reizt dich die neue Aufgabe als Geschäftsleiterin und worauf freust du dich jetzt besonders?

"Ich freue mich sehr auf meine Aufgabe als Geschäftsleitung und die vielen neuen Kontakte im Sport. Für mich ist die neue Aufgabe bei Special Olympics NRW definitiv eine Herausforderung aber auch eine Erweiterung meiner bisherigen Erfahrungen im Inklusionssport in Paderborn. Denn in NRW gibt es so viele Regionen mit ansässigen Vereinen und Sportler*innen, die oftmals völlig unterschiedliche Begebenheiten und Herausforderungen vorfinden. Ich werde also nochmal völlig neue Situationen und Verhältnisse kennenlernen.

Außerdem freue ich mich besonders auf die Landesspiele 2022 in Bonn. Das wird wieder eine großartige Veranstaltung mit ganz vielen Gänsehautmomenten und super Leistungen der Athletinnen und Athleten."

Welche Aufgaben siehst du jetzt kurzfristig und was sind deine Ziele?

"Zuallererst möchte ich das Team rund um Special Olympics NRW natürlich richtig kennenlernen und alle Mitglieder und Akteure, die dazu gehören. Und das sind ja eine ganze Menge. Ich hoffe sehr, dass Corona es zu lässt, dass zukünftig die ein oder andere Veranstaltung auch wieder in Präsenz stattfindet. Es ist einfach schöner, die Menschen persönlich zu treffen und kennenzulernen als vor dem Bildschirm.

Und dann wird es erst einmal eine Herausforderung den Sport in NRW wieder so richtig ans Laufen zu bringen. Aber glücklicherweise sind, neben allen Problemen und Schwierigkeiten der Pandemie, auch ganz tolle kreative Ideen und Möglichkeiten entstanden. Und die gilt es jetzt in das normale Sportgeschehen einzubinden und zu etablieren.

Mein Ziel ist es auf jeden Fall, meine bereits bestehenden Kontakte und das Wissen aus dem organisierten Sport in die Inklusionsarbeit einzubinden und noch mehr Menschen für den Inklusionssport zu begeistern und zum Mitmachen zu motivieren."

Natascha Dauben

Stellst du dich einmal vor?

"Ich heiße Natascha Dauben, ich bin 26 Jahre alt und komme aus Mönchengladbach."

Was sind deine Hobbys? Welche Sportarten betreibst du?

"Sport in jeder Art und Weise mache ich am liebsten. Seit 16 Jahren spiele ich Handball, mittlerweile seit 8 Jahren in der Damenmannschaft beim TV Korschenbroich. Aber ich mache auch sehr viele andere Sportarten sehr gerne und probiere vor allem gerne immer wieder etwas Neues aus. Wenn ich gerade mal nicht sportlich aktiv bin, verbringe ich meine Zeit gerne damit, zu puzzeln, Gesellschaftsspiele zu spielen, Musik zu machen, meine zahlreichen Tomatenpflanzen zu pflegen und draußen unterwegs zu sein."

Was hast du bisher beruflich gemacht?

"Ich habe Sonderpädagogik an der Uni Köln und der Deutschen Sporthochschule Köln studiert. In der Studienzeit habe ich viele Praktika an verschiedenen Schulen gemacht und nebenbei als Schulbegleitung und im Offenen Ganztag gearbeitet. Nach meinem Studium war ich drei Monate lang für einen weltwärts-Freiwilligendienst in Ghana, um dort für „Voice Ghana“, eine Selbervertretungsorganisationen für Menschen mit Behinderungen, zu arbeiten. Über die Organisation war ich an einer Special School und in der ersten Klasse einer Grundschule eingesetzt. In Ghana hatte ich auch kurz Kontakt zu Special Olympics und wollte sie in ihrem Office besuchen, aber leider passte das zeitlich vor meiner Abreise nicht mehr. Als ich wieder zurück in Deutschland war, habe ich in Mönchengladbach an der Förderschule angefangen zu arbeiten, an der ich vor dem Studium auch schon einen Bundesfreiwilligendienst gemacht habe. Dort war ich 1 ½ Jahre lang, bis zum Ende des letzten Schuljahres Anfang Juli - …und seitdem arbeite ich für SO NRW. Zusätzlich zu meiner Arbeit bei Special Olympics habe ich dieses Jahr auch meine Promotion begonnen, in der ich mich mit der Entwicklung der Inklusion im Sport durch Special Olympics auseinandersetze."

Du bist ja schon länger als Helferin und seit letztem Jahr auch als Handball-Koordinatorin für uns aktiv. Wie kam es zu dem Entschluss, jetzt auch hauptamtlich für SONRW arbeiten zu wollen?

"2017 bei den Landesspielen in Neuss hatte ich das erste Mal Kontakt zu Special Olympics und war sofort so begeistert, dass ich von da an bei so vielen Aktionen wie möglich mit dabei war. Über die Inklusive Jugendvertretung und die Handball-Koordination konnte ich mich dann ja schon noch etwas mehr mit einbringen. Aber ich habe oft gedacht, ich würde gerne noch mehr für Special Olympics machen. Meine erste Idee war es, mich in Berlin für das LOC zu bewerben. Aber dann kam die Ausschreibung von SONRW und das war die beste Gelegenheit, meinen Plan umzusetzen. Das Projekt „170x170“ fand ich von Anfang an super spannend, deswegen habe ich mich sehr gefreut, als Anna mich dann angerufen hat, um mir zu sagen, dass ich daran mitarbeiten darf!"

Warum reizt dich das Projekt Host Town Program?

"Inklusion ist so ein wichtiges Thema und die Teilhabe von allen Menschen an allen Aktivitäten ja ein Menschenrecht. Leider passiert noch viel zu wenig, als dass tatsächlich alle Menschen die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben. Mit dem Projekt „170x170“ und dem Host Town Program können wir gemeinsam mit den Kommunen etwas dafür tun, das Bewusstsein für Inklusion schärfen und die Strukturen vor Ort – dort, wo die Menschen zu Hause sind – inklusiv zu entwickeln. Das Host Town Program an sich bietet für die Kommunen eine tolle Möglichkeit, Begegnungen und Kontakte mit Menschen aus der ganzen Welt zu knüpfen und Inklusion nicht nur als lokale, sondern auch als globale Aufgabe zu sehen und umzusetzen."

Welche Aufgaben siehst du jetzt kurzfristig und was sind deine Ziele?

"Kurzfristig ist die wichtigste Aufgabe, so viele Kommunen wie möglich für das Projekt zu begeistern und mit ins Boot zu holen, um dann gemeinsam die große Aufgabe der Entwicklung der inklusiven Strukturen vor Ort angehen zu können. Sobald der erste Schritte gemacht ist, gilt es, das große ganze Projekt „170x170“ und die vielen einzelnen Projekte in den Kommunen so zu gestalten, dass die gesamte Gesellschaft nachhaltig davon profitiert. Deswegen sind die World Games 2023 ein wichtiger Meilenstein, auf den wir hinarbeiten, aber ganz besonders die Zeit danach ist entscheidend, um die erarbeiteten Strukturen langfristig inklusiv zu gestalten und zu stärken.

Das ganz große Ziel wäre, dass Inklusion eines Tages so selbstverständlich ist, dass wir gar nicht mehr darüber reden und uns so sehr dafür einsetzen müssen, weil überall einfach immer alles inklusiv ist! Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, zu dem wir mit dem Projekt gerne aktiv beitragen wollen."

Alina Niessner

Stellst du dich einmal vor?

"Ich heiße Alina Niessner, bin 25 Jahre alt und lebe seit letztem Jahr in Dortmund. Gebürtig komme ich aus Kamen."

Was sind deine Hobbys? Welche Sportarten betreibst du?

"Sport war schon immer ein großes Hobby von mir! Meine ganze Familie ist sportbegeistert und so spiele ich schon von Kindesbeinen an Tennis, fahre leidenschaftlich gerne Ski, gehe reiten und laufen. Neben dem Sport treffe ich mich gerne mit Freunden, liebe es zu reisen, gehe auf Konzerte, bin mit dem Hund unterwegs oder genieße den Tag mit einem guten Buch."

Was hast du bisher beruflich gemacht?

"Ich habe meinen Bachelor in Heilpädagogik gemacht und bin aktuell im zweiten Semester meines Masterstudiums in Sozialmanagement. Bevor ich zu Special Olympics gekommen bin, habe ich in einem Autismus-Therapie-Zentrum gearbeitet und nebenbei Reisen für Menschen mit Behinderung begleitet."

Wie bist du auf Special Olympics aufmerksam geworden? Kanntest du Special Olympics bereits und welche Berührungspunkte gab es?

"Ende 2017 hat mir mein Bruder eine Facebook-Anzeige für die Nationalen Spiele 2018 in Kiel gezeigt. Ich fand das Konzept ganz toll und habe mich mit einer Freundin als Helferin für Kiel beworben. Vor war so begeistert von der Stimmung und Atmosphäre, den Leuten und dem Zusammenhalt, dass ich wusste, dass das nicht das letzte Special Olympics Event für mich gewesen ist. Im Jahr 2020 war ich dann auch bei den Spielen in Berchtesgaden als Helferin dabei und durfte dort unvergessliche Momente erleben. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass ich später im Bereich des inklusiven Sports arbeiten möchte! Ich schrieb meine Bachelorarbeit über die Special Olympics, bin seit April 2021 Mitglied der Inklusiven Jugendvertretung und seit Juli jetzt auch hauptamtlich im Rahmen des „170/170“-Projekts bei SO-NRW am Start. Damit geht ein Traum für mich in Erfüllung und ich freue mich riesig auf alles, was noch kommt!"

Warum reizt dich das Projekt Host Town Program?

"Die SO World Games 2023 werden ein unvergessliches Event für alle Beteiligten sein. Dass ganz Deutschland im Rahmen des Host Town Programms Gastgeber sein kann und so ein einzigartiges, inklusives Erlebnis für die ganze Bevölkerung geschaffen wird, ist eine wunderbare Idee. Das Projekt kann einen wichtigen Beitrag für die Inklusionsförderung in Deutschland und ich bin stolz, Teil davon sein zu dürfen!            
Die Möglichkeit zu haben, die Kommunen dabei zu unterstützen die Strukturen vor Ort nachhaltig inklusiv gestalten zu können, die Menschen zu sensibilisieren, Hemmschwellen abzubauen und Menschen mit Behinderung in ihrer Heimat aktiv in die Gesellschaft einzubeziehen – all das macht das Host Town Program so reizvoll für mich!"

Welche Aufgaben siehst du jetzt kurzfristig und was sind deine Ziele?

"Natascha, Rita und ich bilden das Team der 170/170-Koordinatorinnen hier in NRW und freuen uns sehr auf die Arbeit im Projekt!        
Aktuell liegt unser Fokus ganz auf der Akquise interessierter Kommunen und der Beratung und Unterstützung dieser bei dem Bewerbungsverfahren. Wir stehen den Kommunen jederzeit als lokale Ansprechpartnerinnen zur Verfügung und wollen sie in ihren inklusiven Ideen und Konzepten bestärken.        
Wir möchten die Gesellschaft in puncto Inklusion inspirieren und voranbringen, sodass Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen des Lebens „ohne Wenn und Aber“ ernst genommen und miteingebunden werden. Die Diversität unserer Gesellschaft sollte als Gewinn und nicht als Risiko angesehen werden - bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber es ist unerlässlich diesen zu gehen. Im Rahmen des Projekts möchten wir unseren Teil dazu beitragen und die Kommunen überzeugen und unterstützen, Inklusion aktiv und nachhaltig zu leben!"

Rita Albrecht-Zander

Stellst du dich einmal vor?
"Ich bin Rita Albrecht-Zander, gebürtige Schweizerin, 53 Jahre jung und Mutter von drei (erwachsenen) Kindern. Ich lebe schon fast dreißig Jahre in Deutschland und bin im Februar nach Essen gezogen."
 
Was sind deine Hobbys?
"Sport ist seit meiner Kindheit neben dem Reisen mein absolutes Hobby. Meine Lieblings-Sportarten sind Skifahren (als Schweizer wird man mit Skiern geboren), Fußball, Handball (Torhüterin), Golf, Segeln und Laufen. Neben dem Sport interessieren mich die Bereiche Psychologie und  Bildung. Dies aufgreifend absolviere ich derzeit eine Ausbildung zum Coach und Mentaltrainer."
 
Was hast du bisher beruflich gemacht?
"Ich habe an der Universität Zürich Wirtschaftswissenschaft studiert. Direkt nach meinem Studium zog es mich an die Ostseeküste. Ich arbeitete zunächst als Trainee und anschließend im Bereich Marketing der Rostocker Brauerei GmbH und bei Beck & Co in Bremen. Hierbei machte ich meine ersten beruflichen Erfahrungen mit dem Sport durch die Betreuung der Sponsorships in der 1.Bundesliga mit dem FC Hansa Rostock und SV Werder Bremen. Nach meiner familienorientierten Pause widmete ich mich den vielfältigen Aufgaben im Schulmanagement einer kleineren Schule als Vertreterin des Vorstandes des Fördervereins. Parallel studierte ich am Campus des VfL Wolfsburg Sportbusiness Management und begann in dieser Zeit, mein Netzwerk im Bereich Sport konsequent aufzubauen. Im Anschluss daran erhielt ich die Chance, an der größten Privatschule des Landes, der CJD Christophorusschule Rostock, Eliteschule des DOSB und Eliteschule des Fußballs, als Referentin des Schulleiters Verantwortung zu übernehmen. Durch die vielen Angebote des CJD Deutschland lernte ich die vielfältigen Seiter der Inklusion kennen.
Die berufliche Kombination von Sport und Inklusion gelang mir vor drei Jahren. Der Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes bot mir die Projektleitung von „Golf&Inklusion“ an. Hierbei lag der Fokus auf dem strukturellen und inhaltlichen Aufbau eines nationalen Netzwerkes für die Inklusion im Golfsport. Die Kontaktpflege zu Sportverbänden, die Beratung und Unterstützung der Landesgolfverbände und Golfanlagen, die Organisation und Durchführung von Schulungen dienten generell der Sensibilisierung für die Inklusion und der bewussten Öffnung des Golfsportes für alle. Im Rahmen dieser wundervollen Aufgabe arbeiteten Bradley Kerr, SO Nationalkoordinator Golf, und ich sehr gut zusammen."
 
Special Olympics ist dir also ein Begriff.
"Ja klar. Ich besuchte seine Trainingseinheiten und lernte sein Team kennen, wir spielten alle zusammen Golf in Bielefeld und Paderborn und seitdem tauschen wir uns regelmäßig aus. Aus meiner beruflichen Aufgabe der Kooperation des DGV mit SO entstand zu den Golfclubs in Bielefeld und Paderborn, zu Bradley sowie zu einigen Teilnehmern und deren Betreuern ein freundschaftliches Verhältnis. Genau diesen Zauber von Special Olympics schätze ich sehr: Wer einmal mit Special Olympics in Verbindung gekommen ist, der ist eingenommen von dem wahren Sportgeist, der echten Freude, der Ehrlichkeit und dem Miteinander ohne Erwartungen."
 
Warum reizt dich das Projekt „Host Town Program" und welche Aufgaben siehst zu jetzt?
"Special Olympics und seinen Spirit als Gastgeber im Rahmen der World Games Berlin 2023 in Deutschland bekannter zu machen und zu verbreiten, das reizt mich am Host Town Program.
Meine Aufgabe besteht zum einen darin, in NRW allen interessierten Kommunen und deren Partnern im Rahmen ihrer Bewerbung unterstützend zur Seite zu stehen. Durch deren Beratung und das Schaffen von Synergien untereinander können wir bestehende Sportangebote für Menschen mit geistiger Behinderung nutzen und ausbauen. Wir werden auch bisher auf diesem Gebiet nicht aktive Kommunen gewinnen und gemeinsam mit lokalen Partnern vor Ort neue Projekte entwickeln. Weitere wichtige Ansprechpartner im Rahmen des HTP sind die politischen Entscheidungsträger der Landesregierung sowie Ansprechpartner auf den Ebenen der Sport- und Spitzenverbände sowie in den Bereichen Soziales, Freizeit und Bildung. Last but not least ist die interne Absprache mit dem LOC Berlin sehr wichtig, da die avisierten 30 bis 35 Bewerbungen aus NRW direkt in Berlin eingereicht werden.
Meine Kernaufgabe im Rahmen vom HTP sehe ich in der Nachhaltigkeit unseres Engagements:
Es gilt jetzt die vielen überaus positiven Reaktionen zum Projekt aufzugreifen und sich gemeinsam auf den Weg zu machen.  Die vielfältigen Sport- und Begegnungsangebote sowie das Engagement der Kommunen sollen auch nach den World Games Berlin weiterhin Bestand haben und somit Menschen mit geistiger Behinderung langfristig die Möglichkeit bieten, auch nach 2023 durch Sport an der Gesellschaft teilhaben zu können. Sofern Sie das Projekt fördernde Ideen oder strategische Ansprechpartner aus Ihrem Umfeld haben, die uns in der Umsetzung des HTP unterstützen, sprechen Sie mich gerne an. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen und auf die Aufgaben bei SONRW."

Wir wünschen allen neuen Mitarbeiterinnen einen guten Start!

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