15.11.2021 09:53 Uhr

Sport lebt Vielfalt - Erfolgreiche Premiere des Blinddates Inklusion!

Das Motto der Aktionswoche des Landessportbundes vom 8. bis 14. November hieß „Sport lebt Vielfalt“. Special Olympics RLP war bei seinem Top-Partner, der Rhein-Mosel-Werkstatt Koblenz (RMW), als Podiumsteilnehmer beim "Blinddate Inklusion" zu Gast.

Betriebsleiter Dirk Schaal begrüßte in der Hauptstelle der Rhein-Mosel-Werkstatt in Koblenz mit dem abgewandelten Motto die „RMW lebt Vielfalt“. Im bunt gemischtem Auditorium waren Sportler*innen mit Beeinträchtigungen, Werkstattvertreter*innen, Vereins- und Verbandsvertreter*innen, Politiker*innen und kommunale Abgesandte zusammengekommen. Auch die Partner der Steuerungsgruppe Inklusion, der Behinderten-und Rehabilitationssportverband, Special Olympics und der Gehörlosen-Sportverband zeigten Präsenz.

Reiner Plehwe, Leiter Bildung und Rehabilitation der RMW und Sport-Inklusionslotse beim LSB, hatte die Idee für das "Blinddate Inklusion". In enger Abstimmung mit Silvia Wenzel, die die Koordinierungstelle Inklusion beim Landessportbund besetzt, hatte er das Format geplant. Die Premiere war ein voller Erfolg, denn es entwickelte sich ein ebenso informativer, wie unterhaltsamer Abend, der darüber hinaus tatsächlich effektive und nachhaltige Impulse erbrachte.

Diese entlockte Moderator Hans-Peter Schössler den Talkgästen, die mit ihm und miteinander ein „Date“ auf dem Podium hatten. Getreut dem Motto Expert*innen vom Fach treffen auf Expert*innen in eigener Sache ging es in vier Gesprächsrunden um Inklusion im Sport, aber tiefergehend auch in Alltag und Gesellschaft.

Vielfältige Podiumsgäste und spannende Gesprächsthemen

Die Spanne der Talkgäste reicht vom Landesbehindertenbeauftragten Matthias Rösch bis hin zu den gerade neu gewählten RMW-Werkstatträten Kai Schütz und Stefan Zeidan sowie der Sozial- und Teilhaberplanerin der Stadt Koblenz Anne Schnütgen. „Die Welt wird inklusiver“, hielt Rösch fest. Der Mann aus Mainz hatte im Vorfeld der Veranstaltung die Werkstatt besucht und unter anderem mit dem gesamten Werkstattrat getagt.

Die Gesprächsvielfalt ermöglichte an diesem Abend unter anderem einen Ausblick auf die SO-Landesspiele im September 2022 in Koblenz und auf die jüngsten Entwicklungen rund um inklusive Fußballaktivitäten auf dem Maifeld und in der Vordereifel, erheblich unterstützt von der RMW und den Caritas Werkstätten in Polch und Mayen. Dortiger Werkstattleiter Christoph Hüging berichtete von der Initiative des JSV Ettringen, inklusive Trainingseinheiten anzubieten. „Es braucht Kümmerer“, richtete er einen direkten Appell an die anwesenden Verbandsvertreter.

Beim VfB Polch gibt es schon seit 2020 die inklusive Fußballgruppe, die sich auch von Corona nicht aufhalten ließ und am 9. Oktober dieses Jahres ein aufsehenerregendes inklusives Fußballspiel gemeinsam mit der SG Elztal in Gering auf den Weg brachte.

Dieses „Erlebnis für alle Beteiligten“ wurde mehrfach als Best-Practice-Beispiel erwähnt. „Seitdem hat sich nicht nur in dem Verein, sondern auf dem ganzen Maifeld was verändert“, bekundete Frank Breitbach. Der 1. Vorsitzende des VfB Polch berichtete von einer engen Kooperation mit der RMW und Special Olympics Rheinland-Pfalz, sowie Zukunftsplänen, „um nach Corona endlich auch im Tennis und in der Leichtathletik inklusiv aktiv zu werden.“

Blinddate Inklusion macht Lust auf mehr

Schon während der offenen Diskussion im Laufe des Abends wurde vereinbart die Initiativen des JSV Ettringen und des VfB Polch kurzzuschließen. „Synergieeffekte liegen auf der Hand“, freute sich Reiner Plehwe. Der Leiter Bildung und Rehabilitation der RMW sah seine Erwartungen in diesen intensiven Abend erfüllt. „Es wurden Impulse gesetzt, Kontakte geknüpft und vor allem haben sich unsere Jungs echt selbstbewusst präsentiert.“ Damit meinte Plehwe die Sportler Kai Schütz, Stefan Zeidan, Francisco Americo-Galante und Christian Pischke, die am Mikrofon zu Wort kamen.

Letzterer wird als Botschafter der Special Olympics Landesspiele im September noch häufiger zu Wort kommen. „Diese Spiele sind eine Steilvorlage, um das Thema Inklusion in unserer Region zu forcieren“, hielt Moderator Schössler fest. Christian Pischke wünschte sich „ein großes Miteinander im Sport“ und "Chico" Galante, SORLP-Athletensprecher, brachte es auf den Punkt: „Für mich gibt es dann nicht behinderte und nicht-behinderte Sportler*innen, sondern nur Menschen, die zusammen Spaß haben.“

Dieses Blinddate Inklusion machte Lust auf mehr und war am Ende ein Turbo für die Idee der Vielfaltswoche, denn im Umfeld der RMW sind Vielfalt, Inklusion und Sport mehr und mehr Alltag.

Originaltext (durch SORLP leicht abgeändert): LSB RLP

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Wilfried Kootz Vizepräsident Medien
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