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27.11.2025

Saarland 2026: 200 Tage vor dem Start stehen Beteiligung und Miteinander im Mittelpunkt

200 Tage vor dem Start der ersten Special Olympics Nationalen Spiele im Saarland stellten Vertreter*innen von Special Olympics Deutschland (SOD) und die Gastgeber vom Team Saarland bei einer Pressekonferenz im Saarbrücker Ludwigsparkstadion die zentralen Beteiligungsmöglichkeiten für Bevölkerung, Kommunen und Vereine vor. Im Fokus stand die Frage, was Menschen motiviert, sich aktiv einzubringen – und wie sich diese Motivation in konkrete Mitmachformate übersetzen lässt. Die Bandbreite reicht vom Volunteer-Programm über kreative Kulturangebote bis hin zur Beteiligung ganzer Kommunen im Rahmen des Host Town Program.

Ein sichtbares Zeichen des bevorstehenden Großereignisses wird ab dem 1. Dezember in der Saarbrücker Bahnhofstraße zu sehen sein: Ein großes „Saarland 2026 Herz“ zählt als physischer Countdown die Tage bis zum Start herunter und soll als öffentliches Symbol die Vorfreude im Land sichtbar machen.

Vorbereitungen im Zeitplan – Schwerpunkt Beteiligung

Ralf Kirch, Geschäftsleiter der Nationalen Spiele Saarland 2026, berichtete über den Stand der Organisation: „Je näher der Termin rückt, desto vielfältiger werden die Aufgaben. Wir machen aber in jeder Hinsicht gute Fortschritte. Es macht Spaß, als Team dem gemeinsamen Ziel, die Nationalen Spiele zu einem großen Fest für alle zu machen, Stück für Stück näherzukommen – und mich als Saarländer stolz, da mitwirken zu dürfen.“ Die organisatorischen Vorbereitungen lägen im Zeitplan, die  Sport- und Veranstaltungsstätten sind festgelegt.

Alexander Indermark, Präsident Special Olympics im Saarland, betonte die Bedeutung breiter Unterstützung: „Wir begeben uns nun, genau 200 Tage vor den ersten Nationalen Spielen im Saarland, in die ganz heiße Phase der Vorbereitung. Die Vorfreude steigt mit jedem Tag. Wir haben viel auf den Weg gebracht, aber noch einiges vor uns – und wollen alle Menschen begeistern, dieses wunderbare Projekt mit Leben zu füllen.“ Besonders hob er die Rolle der Volunteers hervor: „Wir können alle gemeinsam ein wichtiges Zeichen für eine offene und inklusive Gesellschaft setzen.“

Mitmachen gewünscht: 2.500 Volunteers gesucht

Für den reibungslosen Ablauf der Nationalen Spiele werden rund 2.500 Volunteers benötigt. Einsatzbereiche sind unter anderem Organisation, Kommunikation, Logistik, Verpflegung und Wettbewerbsbetreuung. Der Zugang ist niedrigschwellig. In einem Videoaufruf heißt es: „Mich begeistert an Special Olympics, dass man etwas geschaffen hat, wo Menschen mitwirken können, gehört werden und sich präsentieren können.“ Athletensprecherin Hanna Hohe betonte, wie sehr neben dem sportlichen Wettkampf auch Gemeinschaft, Musik und Feiern zu Special Olympics gehören.

Die Bewerbung als Volunteer ist bis zum 31. Januar 2026 möglich: saarland2026.de

Songcontest als kreatives Beteiligungsformat

Ein weiterer Mitmachimpuls entsteht durch den Songcontest. Ideenstifter Volkmar Neumann erläuterte das Format: „Jeder ist dazu eingeladen, bei diesem Songcontest mitzumachen. Musikstil oder Länge der eigenen Interpretation sind nicht wichtig – entscheidend ist die persönliche Note.“ Der Wettbewerb richtet sich an Profis ebenso wie an Amateure. Noten und Text werden digital bereitgestellt, ein Voting wird 2026 über den Sieg entscheiden.

Kommunen als Herzstück: Host Town Program

Erstmals bei Nationalen Spielen wird ein Host Town Program umgesetzt. Saarländische Kommunen können als Gastgeber internationale Delegationen aufnehmen und eigene Begegnungs- und Teilhabeprojekte entwickeln. Innenminister Reinhold Jost sieht darin eine große Chance für das Land: „Wir sind zwar das kleinste Bundesland – dafür aber das mit dem größten Herz. Die Nationalen Spiele werden ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion, gesellschaftlichen Zusammenhalt und europäische Verbundenheit setzen.“ Die kommunale Ebene sei dabei zentral: „Ihr seid das Herzstück des Ganzen.“

Völklingens Oberbürgermeister Stephan Tautz kündigte die Bewerbung seiner Stadt an: „Das Host Town Program bietet uns eine gute Möglichkeit zu zeigen, welch gute Gastgeber wir sind. Für unsere Kommune erhoffen wir uns nachhaltige Impulse zur Förderung von Inklusion und eine Stärkung des Wir-Gefühls.“ Die Begegnung mit internationalen Delegationen sei „eine Erfahrung, die ich sehr begrüße“.

Die Bewerbungsfrist für das Host Town Program wurde bis zum 31. Januar 2026 verlängert. Alle Informationen unter: saarland2026.de

Gemeinsame Vorfreude auf Saarland 2026

Ausrichter und Gastgeber blicken dem Großereignis mit großer Vorfreude entgegen. Das „Saarland 2026 Herz“ in der Saarbrücker Bahnhofstraße soll die wachsende Spannung und Begeisterung sichtbar machen und symbolisiert den Weg bis zum Startschuss der Spiele.