02.06.2016 14:36 Uhr

Max Zabel im Interview beim 10. Halleschen Begegnungsfest

Auf dem Begegnungsfest in Halles grüner Mitte sprach Goldmedaillen Gewinner Max Zabel über seine Schwierigkeiten, Sportprogramme zu finden, die inklusiv für alle Athleten geöffnet sind. Neben dem Sport wurde über viele Aspekte der Barrierefreiheit informiert und gemeinsam eine schöne Zeit verbracht.

Hallesches Begegnungsfest 2016, Interview Athletensprecher Max Zabel und Geschäftsführer Special Olympics Sachsen-Anhalt Jan Rödel.

Hallesches Begegnungsfest 2016, Interview Athletensprecher Max Zabel und Geschäftsführer Special Olympics Sachsen-Anhalt Jan Rödel.

Das war ein schönes Interview auf der Bühne des Peißnitzhauses: Beim Halleschen Begegnungsfest ließen sich Maximilian Zabel (Athletensprecher Sachsen-Anhalt & Beisitzer im Vorstand von Special Olympics Sachsen-Anhalt) und Jan Rödel (Projektleiter für das Projekt Sport & Bewegung inklusiv im LandesSportBund Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer von Special Olympics Sachsen-Anhalt) von den Moderatoren ausfragen. Max Zabel betonte, wie schwierig es für ihn als Mensch mit geistiger Behinderung war, eine Trainingsgruppe zu finden, die einen Sportler ohne Vorbehalte Willkommen heißt. „Fündig“ wurde er im Sportverein Turbine Halle in der Sparte des Speedskating. Der Sport hat sein Leben verändert. So wurde vieles für ihn möglich. Unter anderem die Reisen zu internationalen Special Olympics Wettkämpfen.

Aus diesem Grunde, so Projektleiter Jan Rödel, wurde das Projekt „Sport & Bewegung inklusiv“ des LandesSportBundes ins Leben gerufen. Sport & Bewegung inklusiv soll „Regelsportvereinen“ animieren, sich für Menschen mit Behinderung zu öffnen. Das Projekt hilft aber auch inklusive Sportveranstaltungen zu organisieren sowie Qualifizierungen, beispielsweise für Übungsleiter oder Multiplikatoren im Verein, anzubieten.

Das Hallesche Begegnungsfest ist getragen von zahllosen Aktiven, Initiativen und Vereinen und wird organisiert vom Deutschen Rotem Kreuz (DRK) Sachsen-Anhalt. Frau Göbel vom DRK befragte Max zur Situation der Barrierefreiheit in Halle. Tolle Angebote aus Handwerk, Musik und Kultur machten das Fest zum Erlebnis. Interessante Informationen, beispielsweise zur Leichten Sprache und den Protesttag für die Rechte von Menschen mit Behinderung, sensibilisierten viele Gäste auf der Peißnitz-Insel. Am 07. Mai 2016 fand das Traditionsfest bereits zum zehnten Mal statt.

Maximilian, der bei Turbine Halle Speed-Skating unter Trainerin Petra Strüver trainiert, gewann bei den Special Olympics 2014 in Düsseldorf insgesamt vier Goldmedaillen. Bei der traditionellen „Ehrung der erfolgreichsten Nachwuchssportler des Jahres 2015“ wurde der 18 jährige Athlet von Sachsen-Anhalts Sportminister Holger Stahlknecht für seine erfolgreiche Teilnahme an den Special Olympics World Games Los Angeles 2015 geehrt. Bei den Weltspielen im vergangenen Jahr gewann er eine Gold- (2x200m-Staffel) und eine Bronzemedaille (1000m).

Special Olympics hat es sich zur Aufgabe gemacht, für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Partner im Sport tolle Erfolgserlebnisse zu schaffen. Deswegen starten bei Special Olympics Athleten in Leistungsgruppen entsprechend ihrer Fähigkeiten. Dies soll garantieren, dass die Athleten viel Selbstbewusst tanken können und den Spaß an sportlichen Wettkämpfen kennenlernen. 2016 finden am 22. September die dritten Offenen Sportspiele von Special Olympics Sachsen-Anhalt in Halberstadt statt.

Athletensprecher Max Zabel (mitte) weist auf Barrierefreiheit hin, zusammen mit Nicole Göbel (DRK) und Jan Rödel (SOSA).

Athletensprecher Max Zabel (mitte) weist auf Barrierefreiheit hin, zusammen mit Nicole Göbel (DRK) und Jan Rödel (SOSA).

© Special Olympics Deutschland e.V.   |   Website von Kombinat Berlin