Warum machen wir das?
Regional bieten oft nur vereinzelt Vereine oder andere Träger, wie beispielweise Förderschulen oder Einrichtungen der Behindertenhilfe, für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung Möglichkeiten an, in inklusiven Sportmannschaften regelmäßig Sport zu treiben. Im Trainingsbetrieb fehlt ihnen oft ein Trainngsanreiz, weil es viel zu wenig Wettbewerbe für inklusive Teams gibt. Es gibt zum Zeitpunkt unseres Projektstartes in ganz Deutschland in keiner Sportart einen etablierten Ligabetrieb für inklusive Mannschaften.
Durch den Aufbau von inklusiven Sportligen schaffen wir sportliche Perspektiven und Ziele für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Damit fördern wir ihre persönliche Weiterentwicklung in ihrem sportlichen Alltag. Mit regelmäßigen inklusiven Sportwettbewerben schaffen wir Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Durch inklusiven Sport bauen wir Barrieren und Vorurteile ab und stärken das Bewusstsein für die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Athlet*innen. Mit dem regelmäßigen Training für ihre sportlichen Wettbewerbe fördern wir die Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheit unserer Athlet*innen mit Beeinträchtigungen.
Was wollen wir erreichen?
Inklusive Sportligen für alle! Wir möchten viele Sportvereine, Werkstätten und Förderschulen gewinnen, die mit uns nachhaltige inklusive Förderschulen gewinnen, die mit uns nachhaltige inklusive Sportligen mit wiederkehrenden Wettbewerben gestalten, damit sich Athlet*innen mit geistiger Beeinträchtigung und Unified-Partner*innen regelmäßig bei sportlichen Wettbewerben messen können.
In der Bewerbungsphase des Projektes haben wir 24 Inklusionszirkel gewonnen, die eine inklusive Sportliga bei sich vor Ort aufbauen wollen. Ein Inklusionszirkel ist ein Netzwerk aus unterschiedlichen Partnern, die gemeinsam Inklusion im Sport in ihrer Region vorantreiben wollen. Als Sportanbieter sind es Sportvereine, Werkstätten, Förderschulen und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Auf Seiten der Kommunen sind es Gemeindeverantwortliche, Regionalverwaltungen und Behindertenbeauftragte. Unter den Menschen mit geistiger Beeinträchtigung werden Athlet*innen und Freiwillige zu ehrenamtlichen Teilhabeberatenden weitergebildet, um sich im Netzwerk für ihren Blickwikel selbstständig einzusetzen.
Am Ende des Projektzeitraumes soll in jedem Inklusionszirkel ein nachhaltiger inklusiver Ligabetrieb in ein oder zwei regional beliebten Sportarten etabliert sein, den alle Akteur*innen vor Ort weiter fortführen können.
In Sachsen-Anhalt, einer Teilregion der vier bundesweiten Modellregionen des Projekts, wurden 2 Inklusionszirkel gebildet:
1. Landkreis Anhalt-Bitterfeld
2. Landkreis Stendal
Mach mit!
Als Sportverein, Einrichtung (z.B. Förderschule, Werkstatt oder Behindertenhilfe) oder einfach interessierter Mensch kannst du in den Inklusionzirkeln mitwirken, um selbst Teil der entstehenden Liga in deiner Region zu werden. Egal, ob du daran interessiert bist,
- mit deinem existierenden inklusiven Mannschaftssportangebot Teilnehmer der Liga zu werden,
- dich in der Ligaorganisation mit zu engagieren oder
- dein inklusives Sportangebot erst noch ins Leben zu rufen,
das Projekt Alltag Inklusion ist der richtige Weg für Inklusion im Sport bei dir vor Ort. Wende dich an die Ansprechpartner*innen in deiner Region und erfahre alles, was du wissen musst.
Wie unterstützen wir dich als Verein oder Einrichtung?
Wir bei Special Olympics Sachsen-Anhalt e.V. unterstützen dich bei der Umsetzung deiner inklusiven Sportangebote und bei deiner neuen Rolle als Liga-Mitorganisator*in im Inklusionszirkel. Egal ob als Sportverein, Einrichtung der Behindertenhilfe, Organisation oder einfach interessierter Sportanbieter - das erwartet dich im Rahmen des Projekts Alltag Inklusion:
- individuelle Beratung und Begleitung beim Aufbau oder der Weiterentwicklung deines inklusiven Sportangebotes
- Unterstützung und Anleitung in der Findung deiner Rolle als Liga-Mitorganisator*in oder Akteur*in in der Liga
- gemeinsame Organisation und Durchführung inklusiver Veranstaltungen, wie z.B. Aktionstage
- Aus- und Fortbildungen für Übungsleiter*innen, unterstützt durch die SOD-Akademie, um die sportliche Inklusion nachhaltig zu fördern
- Beratung zu Fördermöglichkeiten und Programmen, z.B. Aktion Mensch e.V.
- Vermittlung von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in deine regelmäßigen Sportangebote
- Hilfe bei der Akquise von Menschen ohne Beeinträchtigung für deine inklusiven Sportangebote und inklusive Mannschaften
- Aufbau und Pflege von Netzwerken zwischen regionalen Partner*innen zur Förderung inklusiver Strukturen
- Zugang zu zahlreichen Best-Practice-Beispielen, die als Inspiration und Orientierung dienen
Mach mit und informiere dich!
Als Verein, Einrichtung der Behindertenhilfe oder Förderschule kannst du beim Projekt Alltag Inklusion mitmachen und Teil der Initiative #ZusammenInklusiv - Teilhabe vor Ort werden!
Leitfaden für mehr Inklusion und digitaler Selbstlernkurs
Mit dem neuen Leitfaden und dem digitalen Selbstlernkurs unterstützt Special Olympics Deutschland Kommunen, Vereine, Einrichtungen und sonstige Stakeholder mit Praxisbeispielen, Handlungsanleitungen und Inspiration, um Inklusion durch Sport vor Ort nachhaltig zu fördern. Mehr Infos finden Sie hier: Leitfaden und Digitaler Selbstlernkurs der Initiative #ZusammenInklusiv




