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08.03.2017 14:33 Uhr

Langjährige ABB-Helfer für ihren Einsatz geehrt

Sie haben noch keine Veranstaltung von Special Olympics Deutschland in den letzten 18 Jahren verpasst und sind natürlich auch hier in Willingen als glühende Fans wieder hautnah dabei. Die Rede ist von Ulrich (76) und Erika Straub (74) aus Lüdenscheid. Ulrich Straub ist ehemaliger Mitarbeiter von ABB. Mit ihrem Wohnwagen begleiten und unterstützen sie die Teilnehmer von Special Olympics-Veranstaltungen, Sommer wie Winter. Jetzt stehen sie selber für einen Moment im Mittelpunkt. Im Rahmen der Langlaufwettbewerbe an der EWF-Biathlon-Arena werden Sie von Markus Ochsner, Vorstand ABB und Dr. Bernhard Conrads, OK-Präsident und Erster Vizepräsident Special Olympics Deutschland, für ihr vorbildliches Engagement geehrt.

Ulrich und Erika Straub aus Lüdenscheid wurden von Markus Ochsner, Vorstand ABB, und Dr. Bernhard Conrads, OK-Präsident und Erster Vizepräsident Special Olympics Deutschland, für ihr vorbildliches Engagement geehrt. (Foto: SOD/Jo Henker)

Ulrich und Erika Straub aus Lüdenscheid wurden von Markus Ochsner, Vorstand ABB, und Dr. Bernhard Conrads, OK-Präsident und Erster Vizepräsident Special Olympics Deutschland, für ihr vorbildliches Engagement geehrt. (Foto: SOD/Jo Henker)

„Die Treue ist kein leerer Wahn“, sagt Conrads und bedankt sich in seiner kurzen Ansprache für das vorbildliche und außergewöhnliche Engagement des Ehepaars Straub. Seitens ABB überreicht Ochsner zwei Präsente. „Wir sind ganz gerührt über diese Ehrung, denn wir machen das ganz selbstverständlich und freuen uns jedes Mal wieder über diese tolle Atmosphäre bei den Spielen.“, sagen beide sehr fröhlich.

„Man bekommt so viel zurück!“

Alles fing vor 18 Jahren an, als Straub noch Mitarbeiter bei ABB war, die Firma zum 100-jährigen Jubiläum ein soziales Engagement suchte und mit der Sponsorenmöglichkeit von Special Olympics Deutschland fündig wurde. Straub meldete sich sogleich, die Veranstaltung als Fan seitens der Firma zu unterstützen. Seit über sechs Jahren ist er Rentner, und seither fährt er auf eigene Kosten den Spielen hinterher. Eingekleidet werden Straub und seine Frau nach wie vor von ABB und erhalten auch die Akkreditierung von der Firma. Überhaupt ist der Kontakt zu seinem ehemaligen Arbeitgeber sehr eng und freundschaftlich. Das Ehepaar reist jährlich ca. drei Monate im Sommer mit ihrem Wohnwagen, und es ist selbstverständlich für sie, dass sie ihre Reiseplanung rund um den Veranstaltungstermin der Nationalen Sommerspiele planen. Im Winter bevorzugen sie aber „feste Unterkünfte“, wie sie mit einem Augenzwinkern hinzufügen. Im Jahr 2000 sind beide zum ersten Mal mit Menschen mit einer Behinderung in Berührung gekommen. Sie sind begeistert von der großen Zuwendung und Freude, die ihnen unmittelbar von den Teilnehmern entgegen gebracht wird. „Jeder sollte Menschen mit einer Behinderung mit Wertschätzung behandeln, man bekommt so viel zurück. Für uns ist es eine wichtige Erfahrung, auf die wir nicht verzichten möchten. Auch der Blick auf die eigene Gesundheit verändert sich, man lernt, wie wichtig das Gut Gesundheit ist. Insgesamt gesehen, ist unser Engagement eine große Bereicherung unseres Lebens.“ Lächelnd ergänzt seine Frau: „Ulrich ist vor drei Wochen noch operiert worden und hat sofort gesagt, hoffentlich schaffe ich das bis zu den Spielen in Willingen, die will ich auf keinen Fall verpassen!“ Über die Lautsprecheranlage wird zur Siegerehrung der Skilanglaufwettbewerbe aufgerufen, und beide springen auf, um „ihre“ Athleten zu beklatschen.

SOD-Presseteam/Iris Wilke-Frank

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