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Wir gehören dazu – Menschen mit geistiger Behinderung im Sportverein

Sport bringt Menschen zusammen, dies gilt jedoch leider noch lange nicht für alle Menschen mit geistiger Behinderung. Sie haben bisher nur sehr eingeschränkte Teilhabemöglichkeiten am Sport und insbesondere am Sportvereinsleben. Hier setzt das Projekt unmittelbar an. Das Kernziel ist es, dass mehr MmgB individuell ihren Sport treiben können, wie und wo sie möchten.

Das Besondere ist einfach, dass die Special Olympics eine Plattform bieten, über die Menschen mit Handicap eben ihr Bestes geben und zeigen können, was in ihnen steckt und einfach auch mitteilen können: „Hört zu, wir sind auch noch da. Wir sind eigentlich genauso wie ihr. Wir treiben auch Sport und sind genauso stark wie ihr.”

– Michael Lofink, Athlet Radsport

Das Ziel des Projektes ist es, dass mehr Menschen mit geistiger Behinderung regelmäßig vor Ort Sport treiben können und ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten gestärkt werden. Dazu schaffen fünf Koordinierende sowie eine Projektleitung vor Ort Zugang in die regionalen Sportvereine.

Das Projekt wendet sich an Sportvereine, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Athlet*innen, Förderschulen, kommunale Partner und alle die, die Teil der inklusiven Bewegung werden möchten. 

Die Modellregionen:

Projektbeschreibung

Das Kernziel, die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung zu verbessern, ist mit starken Kennzahlen untermauert. So sollen bis 2024 zwischen 500 und 600 Menschen mit geistiger Behinderung einen Zugang zum Sportverein erhalten. Insgesamt sollen bundesweit mindestens 100 Sportvereine, durch die Unterstützung der Koordinierenden, inklusive Strukturen schaffen. 300 Übungsleitende werden qualifiziert, sodass sie inklusive Sportangebote in ihren Vereinen durchführen können. Die Koordinierenden agieren hierfür an mind. 40 Projektstandorten und schaffen Netzwerke, die die inklusiven Entwicklungen unterstützen.

Getreu dem Special Olympics-Motto „Gemeinsam stark!“ unterstützt das Projekt "Wir gehören dazu" Einrichtungen und Vereine auf ihrem Weg zu mehr Inklusion mit folgenden Angeboten:

  • Kostenlose individuelle Beratung
  • Unterstützung bei der Umsetzung von inklusiven Sportveranstaltungen
  • Stärkung der Sichtbarkeit durch Öffentlichkeitsarbeit
  • Vernetzung der regionalen Partner
  • Zugang zu zahlreichen Best Practice-Beispielen
  • Gezielte Aus- & Fortbildungen, Qualifizierungsmodule, Schulungen über SO-Akademieprogramm

Das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport ist für die projektbegleitende Evaluation verantwortlich. Dadurch sollen zentrale Erfolgs- und Hemmnisfaktoren der vorhandenen Sportstrukturen identifiziert sowie passgenaue Durchführungsstrategien und Maßnahmen für bestehende Herausforderungen entwickelt werden.

Ermöglicht wird das gesamte Vorhaben durch die Förderung der Aktion Mensch Stiftung, die als Mitglied der bundesweiten Steuerungsgruppe auch bestens in den Projektverlauf involviert ist. Das Projekt läuft über 5 Jahre (bis 30.04.2024) und ermöglicht dadurch die Schaffung nachhaltiger, inklusiver Strukturen. Nach Ende des Projektzeitraumes sollen die aufgebauten Netzwerke, durch starke Partner vor Ort, fortgeführt werden.

Fußball bei den Nationalen Spielen in Düsseldorf 2014. Foto: SOD/Jörg Brüggemann

Vorteile für Sportvereine

  • Öffentliche Wahrnehmung als Inklusiver Verein mit besonderem Engagement
  • Mitgliedergewinnung durch die Etablierung inklusiver Sportangebote über das Unified Sports® Konzept.
  • NeuGewinnung und Mehr-Qualifizierung von Übungsleitenden und Ehrenamtlichen
  • Teilnahmemöglichkeiten an Wettbewerben & Angeboten von Special Olympics
  • Umsetzung geltenden Rechts und Übernehmen von gesellschaftlicher Verantwortung
Kanu bei den Nationalen Sommerspielen in Düsseldorf 2014. Foto: SOD/Joe Henker

Vorteile für Einrichtungen der Behindertenhilfe und Förderschulen

  • Mehr Teilhabe an der Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen durch den Sport und das Vereinsleben
  • Vernetzung mit anderen Partnern der Kommune und Nutzen von Synergien
  • Begegnungen schaffen, Berührungsängste abbauen und die Vielfalt in der Gesellschaft fördern
  • Umsetzung geltenden Rechts und Übernehmen von gesellschaftlicher Verantwortung

Best-Practice Beispiele

Das Projekt zielt darauf ab, Zugänge für Menschen mit geistiger Behinderung in Sportvereine vor Ort zu schaffen. Nach Beendigung des Projektzeitraumes sollen die Projektmaßnahmen fortgeführt werden, indem Vereine von Best-Practice Beispielen anderer Vereine lernen und in Zukunft selbstständig inklusive Sportangebote unterbreiten.Hier sind einige Beispiele von Vereinen aus den Projektregionen:

Informationen in Leichter Sprache

Kontakt

Enrique Zaragoza

Projektleitung und Regionalkoordinator in Berlin und Brandenburg
enrique.zaragoza@specialolympics.de
+49 (0)176 704 231 25

Annika Künzel

Koordinatorin "Wir gehören dazu" Hamburg/Schleswig-Holstein
annika.kuenzel@specialolympics.de
+49 (0) 157 3839 8552

Anne Effe

Koordinatorin "Wir gehören dazu" Hessen
anne.effe@specialolympics.de
+49 (0) 69 792 135 97

Nina Hagedorn

Koordinatorin "Wir gehören dazu" Rheinland-Pfalz/Saarland
nina.hagedorn@specialolympics.de
+49 (0) 261 135 254

Georg Melzer

Koordinator "Wir gehören dazu" Sachsen-Anhalt/Sachsen
georg.melzer@specialolympics.de
+49 (0) 345 521 657 50

Peter Landisch

Koordinator "Wir gehören dazu" Bayern
peter.landisch@specialolympics.de
Tel: +49 (0) 89 157 023 49